(Überwachungs) Freie Kommunikation im Netz?

Nachdem kürzlich zu Tageslicht gebrachtem Skandal der radikalen/globalen Überwachung von Netzkommunikation der USA und ähnlichen Aktionen anderer Nationen mag sich der eine oder die andere überlegen, ob sie diese massive Überwachung tatsächlich schätzen. Im Rahmen der bei uns Realisierten europäischen Vorratsdatenspeicherung kann man zwar kaum überrascht/schockiert sein, dennoch bietet es eine gute Gelegenheit die derzeitige mediale Entrüstung zu nutzen um altbekannte Themen anzusprechen. Einige Inspirationen um über die Vorzüge von Privatsphäre zu sinnieren und diese zu leben, finden sich beispielsweise um dem recht anschaulichen/plakativem Artikel von Futurzone. Klar scheint jedenfalls, die altbekannte großen/kommerziellen Anbieter haben uns keinen besonderen Dienst diesbezüglich geleistet. Inwiefern man dieser Überwachung tatsächlich entgehen kann/soll/will/muss ist wohl umstritten, aber man muss es dem Gegenüber auch nicht allzu leicht machen.

Eine interessante Übersicht von Alternativen für diverse Webservices des täglichen Gebrauchs finden sich auf prism-break.org. Dabei reicht das Angebot von Suchmaschinen/Browsern über Instant Messager bis hin zu VOIP/Videophonie.und alternativen sozialen Netzwerken. Neben der Nutzung von technischen “workarounds” bietet es sich an zu überlegen, wohin das ganze noch führen soll und was ggf. im guten alten RL (Real Life) dagegen zu unternehmen wäre…

Aus aktuellem Anlass gab’s kürzlich auch ein Chaosradio zum Thema Telekommunikationsüberwachung. Die Empfehlung der  Teilnehmer des CCC auf gesellschaftlicher Ebene “Abschaffung der Geheimdienste” gekoppelt mit der Fragestellung wie sehr diese tatsächlich dem Schutz der Demokratie/der BürgerInnen dienen schien mir äußerst gerechtfertigt. Was meint ihr?

Feel free to communicate…free